Am 8.11.2010 wurde in Backnang die Ausstellung Peace Counts. Die Erfolge der Friedensmacher eröffnet. Im Zentrum des Abends stand ein Bericht des Radiomoderators und Peace Counts Koordinators Souleymane Oulai aus der Elfenbeinküste über die Schwierigkeiten und Erfolge des Frieden machens.
Vor der Eröffnung stelle sich der Peace Counts Fotograph Uli Reinhardt (Agentur Zeitenspiegel) den Fragen der über 20 Betreuerinnen und Betreuer die in den kommenden vier Wochen begleitende zur Ausstellung Workshops mit Schulklassen und Jugendgruppen anbieten.
Die Ausstellung ist noch bis zum 4.12.2010 in der Aula des Kreisberufsschulzentrums Backnang, Heininger Weg 43, 71522 Backnang zu sehen.
Peace Counts
Die Erfolge der Friedensmacher
Das Projekt ”Peace Counts. Die Erfolge der Friedensmacher” besteht aus einer Ausstellung, die zehn Best-Practice-Beispiele für gelingende Gewaltprävention und Friedensarbeit aus aller Welt zeigt.
Zentrale Teile des Konzepts sind ein pädagogisches Begleitprogramm in Form eines Lernzirkels für Schulen und Jugendgruppen, einer Eröffnungsveranstaltung sowie vertiefende Abendveranstaltungen. Jugendliche werden durch beeindruckende Fotografien und Best-Practice-Beispiele aus ihrer Lebenswelt direkt angesprochen und für Fragen der Gewaltprävention und friedlicher Konfliktlösung sensibilisiert.
Das Projekt Peace Counts school geht von der Überzeugung aus, dass es im Sinne einer modernen und alltagstauglichen Friedenserziehung wichtig ist, besonders Kindern und Jugendlichen in Form faszinierender Reportagen Vorbild für Frieden anzubieten und die Auseinandersetzung mit den Bedingungen des Friedens durch gezielte Lernangebote zu ermöglichen. Dadurch sollen Kinder und Jugendliche ermutigt werden, selbst Verantwortung für ihre Um- und Mitwelt zu übernehmen und sich für die Belange des Friedens und der Völkerverständigung einzusetzen.
Die Ausstellung „Peace Counts. Die Erfolge der Friedensmacher“ ist einmalig.
Sie bietet – nicht nur unter pädagogischen Aspekten - einen ungeheuren Schatz an Erfahrungen und Anregungen, den es zu heben gilt. Die Reportagen berühren die zentralen Themen unseres Lebens und Zusammenlebens (wie Bedrohung, Angst, Versöhnung und Zukunftsgestaltung) und sie zeigen Wege aus ausweglosen Lagen der Gewalt und Resignation.
Eine verstärke Auseinandersetzung mit der Frage, “Wie man Frieden macht“ – oder man könnte auch sagen, wie man mit Konflikten konstruktiv umgehen, wie man Gewalt eindämmen und ihr begegnen kann – ist dringend geboten und notwendig, denn zur Realisierung des Friedens beizutragen ist zu einer der zentralen Aufgaben unserer Zeit und auch der Erziehung geworden.
Das Institut für Friedenspädagogik hat deshalb ein Begleitprogramm für Schulklassen entwickelt. Dieses Begleitprogramm soll:
- für Gewalt sensibiliseren und mithelfen Gewalt zu erkennen, sie zu benennen und an konkreten Beispielen und Erfahrungen zeigen, wie sie gestoppt werden kann.
- verdeutlichen, wann und wie Konflikte eskalieren können und an Beispielen zeigen, welche Möglichkeiten der Deeskalation und der partnerschaftlichen Konfliktregelung bestehen.
- zeigen, welche Elemente für Friedensprozesse wichtig sind, was „Friedensmacher“ auszeichnet.
- zeigen, wie über Krieg und Frieden in den Medien berichtet wird und was eine sensible Friedensberichterstattung ausmacht.
Die Lernarragements bieten für die Schülerinnen und Schüler Möglichkeiten, sich mit den Fragestellungen und angebotenen Materialien selbständig zu beschäftigen und eigenständig Antworten zu finden. Die Fotos werden zu Ausgangspunkten für Erkundungsreisen zu den Projekten und den damit verbundenen Erfahrungen und Botschaften.
„Welches Bild spricht Dich besonders an?“ und „Welches Bild drückt für Dich besonders ‚Frieden-machen‘ aus“, sind deshalb die Eingangsfragen für diese Erkundungsreise.
Die Ausstellung stellt nicht nur spannende Projekte vor, zeigt nicht nur äußerst beeindruckende Bilder, sondern genau betrachtet zeigt sie Vorbilder. Und das ist es, was junge Menschen – und nicht nur sie – brauchen.
Das Besondere
- Eine Gruppe von ca. 25 speziell ausgebildeten jugendlichen Betreuerinnen und Betreuer führen in dreier Teams das pädagogische Begleitprogramm (die Lernzirkel) mit Schulklassen und Gruppen durch. Sie erwerben dadurch einerseits selbst tiefe Kenntnisse über friedenspädagogische Lernprozesse und können andererseits sehr authentisch und kompetent Fragen des Umgangs mit Konflikten und Gewalt aufgreifen.
- Die Journalisten und Fotografen von Peace Counts recherchierten und dokumentierten weltweit in einzigartigen Reportagen Friedensmacher in 37 Konflikt- und Krisengebieten.
- Ausstellung und pädagogisches Begleitprogramm gehen von der Überzeugung aus, dass es im Sinne einer modernen Friedenserziehung wichtig ist, besonders Kindern und Jugendlichen in Form faszinierender Reportagen Vorbilder für Frieden anzubieten und die Auseinandersetzung mit den Bedingungen des Friedens durch gezielte Lernangebote zu ermöglichen. Dadurch sollen Kinder und Jugendliche ermutigt werden, selbst Verantwortung für ihre Um- und Mitwelt zu übernehmen und sich für die Belange des Friedens und der Völkerverständigung einzusetzen.
- Bemerkenswert ist auch die unkonventionelle Zusammenarbeit von (Friedens-)Pädagogen und Journalisten in dem Projekt.
Anfragen, Anmeldungen, und nähere Informationen unter
Kreisjugendring Rems-Murr e.V.
im Kreishaus der Jugendarbeit Rems Murr
Wallstr. 28
71364 Winnenden
Tel. 07195/977308 11
peacecounts[at]jugendarbeit-rm.de
www.friedenspaedagogik.de/projekte/peace_counts_school
Eröffnung der Peace Counts Ausstellung
Peace Counts - Ausstellung und Jugendprojekt in Backnang
Nach der erfolgreichen und spannenden Ausstellung im Februar / März diesen Jahres veranstaltet das Kreishaus der Jugendarbeit Rems-Murr die Ausstellung „Peace Counts - die Erfolge der Friedensmacher im Kreisberufschulzentrum in Backnang. Vom 08. November bis 04. Dezember 2010 wird dort die Ausstellung gezeigt und von einem pädagogischen Begleitprogramm umrahmt.



